SOUND-DESIGN

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Jörg U. Lensing
SOUND-DESIGN/SOUND-MONTAGE/SOUNDTRACK-KOMPOSITION
Über die Gestaltung von Filmton
Berlin 2009, 2. Auflage, 280 Seiten, Softcover
32,00 €

Sounddesign wird noch immer als bloßer Geräuschlieferant der Synchronisation verstanden, dem eine Wirkung und Stellung, vergleichbar der Filmmusik, abgesprochen wird. Noch glauben viele, Sounddesign findet statt, wenn O-Ton, Atmos und Nur-Ton bereits am Set aufgenommen würden. Dementsprechend fällt Sounddesign in der Postproduction lediglich die Abbildung von natürlichen Geräuschen zu, die das zu Sehende auditiv umsetzen und unterstützen. Dabei haben Sound­designer wie Walter Murch z. B. bei „Apocalypse Now” bewiesen, welche immensen Wirkungen ein kreatives „Soundcomposing” bewirken kann. Komponieren meint dabei einen bewussten Vorgang, der bereits bei der Planung einer Filmstory beginnen muss. Sounddesign kommt hier eine vergleichbare Wirkung der Filmmusik zu: Das heißt, Alltagsgeräusche (Music concrete) und synthetische Sounds wirken polarisierend, paraphrasierend und kontrapunktierend. Dies können sie jedoch nur, wenn Sounddesign von Anfang an mitgedacht und in den kreativen Prozess miteinbezogen wird. Mit diesem Buch regt der Autor eine Diskussion über den Stellenwert von Sounddesign an. Darüber hinaus wird der gesamte Workflow der Soundtrackerstellung von der Arbeit am Set bis hin zu sämtlichen Gewerken der Tonpostproduktion genau ­beschrieben. An vier exemplarischen Filmanalysen macht ­Prof. Lensing abschließend die unterschiedlichen Spielarten eines komponierten Soundtracks deutlich.
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